Asia-Salate ernten – gelingt das ganze Jahr

Asia-Salate erntenDie Sorte Mustard Red Giant hat wunderschöne Blätter und einen angenehm scharfen Geschmack.

Asia-Salate gehören mittlerweile zu meinen liebsten Wintersalaten. Von Oktober bis Februar peppen die knackigen Blätter das eher traurige Salatangebot aus dem Supermarkt auf. Fünf bis sechs Wochen nach der Aussaat kann man Asia-Salate ernten. Und im März könnt ihr schon wieder mit dem Säen fürs Frühjahr beginnen.

Asia-Salate kommen bei mir – neben Feldsalat – im Herbst ins ausgeräumte Hochbeet. Denn ich mag die würzig-scharfen Salate besonders in der kalten Jahreszeit. Anbauen lassen sie sich aber das ganze Jahr. Im Freiland ist die Aussaat von März bis Oktober möglich. Im Gewächshaus oder einem Hochbeet mit Frühbeetdeckel ganzjährig. Die Blätter halten einstellige Minus-Temperaturen locker aus.

Asia-Salate ernten: Nach der Methode „cut-and-come-again“

Ich säe verschiedene Sorten in Reihen, mit einem Abstand von mindestens 15 Zentimetern. Ganz unkompliziert geht das mit Saatbändern. So wachsen die einzelnen Pflänzchen gleich mit dem richtigen Abstand. Einfach eine etwa ein Zentimeter tiefe Furche ziehen und die Saatbänder hineinlegen. Gut anfeuchten, mit Erde bedecken und andrücken. Danach noch mal wässern. Bis zur Keimung die Samen immer leicht feucht halten. Die optimale Keimtemperatur liegt bei den meisten Sorten bei rund 15 Grad Celsius. Sind die Blätter 15 bis 20 Zentimeter hoch, könnt ihr eure Asia-Salate ernten. Oder ihr verspeist sie schon nach zwei bis drei Wochen als „Baby-Leafs“. Mit zunehmender Größe wird auch der Geschmack schärfer.

Asia-Salate sind wie Pflücksalat oder Mangold sogenannte Mehrweg- oder auch „Cut-and-come-again“-Gemüse. Das bedeutet, ihr könnt Asia-Salate mehrmals ernten. Dafür müsst ihr nur die Wurzel in der Erde lassen und der Pflanze genügend Zeit zum Nachwachsen geben. Am besten am Anfang nur die äußeren Blätter abschneiden und die inneren nachwachsen lassen. Später könnt ihr dann auch die ganze Rosette abschneiden. Nicht zu tief, dann treiben die Pflanzen wieder neu aus.

Asia-Salate gibt es in vielen schmackhaften Sorten

Das Angebot an Sorten ist groß. Angepflanzt habe ich bisher Mizuna, Mustard Red Giant, Komatsuna Green Boy und Misome. Außerdem beliebt: die Sorten Green in Snow oder Moutarde Rouge Metis. Es bleibt also noch etwas zum Ausprobieren.

Die Sorte Mizuna hat grüne, gefiederte Blätter. Ihr Geschmack ist eher mildwürzig und erinnert ein bisschen an Radieschen. Mizuna ist kältetolerant und lässt sich unproblematisch ganzjährig anbauen.

Mustard Red Giant hat große, ovale, grün-bronzefarbige Blätter. Der Geschmack ist angenehm scharf, ein bisschen wie Meerrettich.  Er ist tolerant gegen Kälte, also prima geeignet für den Herbst- und Winteranbau.

Die Sorte Komatsuna Green Boy hat fleischige, glattrandige, grüne Blätter. Der Geschmack erinnert ein bisschen an Senf. Der Herbst- und Winteranbau dieser Sorte hat sehr gut funktioniert, die Sorte übersteht Frost bis -12 Grad Celsius.

Misome hat runde, grüne Blätter. Sie haben eine milde Schärfe, ähnlich wie Kresse. Die Sorte ist kälteverträglich, gleichzeitig auch hitzetolerant.

Asia-Salat schmecken auch warm

Asia-Salate zählen zu den Blattsenfarten. Sie sind recht anspruchslos und wachsen sowohl in der Sonne als auch im Halbschatten. Auf dem Balkon lassen sie sich prima in Töpfen oder Kästen anbauen. Das bietet auch Schutz vor Erdflöhen, die insbesondere im Sommer bei höheren Temperaturen gerne an den Pflänzchen knabbern.

Asia-Salate könnt ihr roh oder gekocht essen. Je größer die Blätter sind, desto schärfer wird ihr Geschmack. Schmecken euch die Blätter pur zu intensiv, mischt ihr sie einfach mit anderen Salaten wie Kopf- oder Eissalat. Mit ihrem würzigen Geschmack peppen sie Blattsalat immer wieder neu auf. Auch beim Dünsten verlieren sie ein bisschen von ihrer Schärfe. Probiert die Blätter auch als würzigen Brotbelag, als Suppeneinlage, als Wok-Gemüse oder zum Umwickeln von anderen Speisen.

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