Frühgemüse säen: Was kann im März in die Erde?

Frühgemüse säenFrühgemüse in Reihen im Hochbeet: Schnittsalat, Radieschen, Rauke und Spinat.

Wie angekündigt geht es 2020 mit dem Gemüseanbau wieder zurück in unseren Hausgarten. Starten werde ich im Hochbeet, mit fünf Reihen Frühgemüse, das ich bereits im März säen kann. In vier Wochen wandern im besten Fall die ersten frühlingsfrischen Zutaten in meinen Salat.

Bevor es mit dem Säen von Frühgemüse wie Radieschen und Salat losgehen kann, muss das Beet vorbereitet werden. Reste von Gemüsepflanzen und Unkraut kommen raus, eine Schicht frische Erde gemischt mit reifem Kompost sowie Hornspäne kommen rein.

Frühgemüse säen: Radieschen, Spinat und Salate

Da meine Anbaufläche nicht riesig ist, säe ich Frühgemüse, das gut miteinander auskommt und eine kurze Wachstumszeit hat. Auf Sorten, die lange an einem Platz stehen, wie Sellerie oder Lauch, verzichte ich dieses Jahr. Stattdessen fülle ich meine Beete jetzt mit einer Vorkultur. Danach pflanze ich die Hauptkultur und im Spätsommer folgt noch eine Nachkultur. So kann ich den wenigen Platz optimal nutzen und das ganze Jahr frisches Gemüse ernten. Gestartet wird im Hochbeet mit Radieschen, Rauke, Schnittsalaten und Spinat.

Radieschen

Radieschen könnt ihr ab März ins Freiland säen. Ich baue die Sorte Saxa an, diese eignet sich prima für den frühen Anbau. Bei Radieschen mag ich es gerne unkompliziert, deshalb verwende ich ein Saatband. Einfach eine etwa ein Zentimeter tiefe Furche ziehen und die Saatbänder hineinlegen. Gut anfeuchten, mit Erde bedecken und andrücken. Danach noch mal kräftig wässern. Etwa einen Monat nach der Aussaat sind die kleinen Knollen erntereif. Gießt sie gleichmäßig, aber nicht zu viel, sonst wachsen hauptsächlich die Blätter. Und lasst sie nicht zu groß werden, sie werden sonst holzig und schmecken zu scharf.

Rauke (Rucola)

Rauke lässt sich im Freiland ab März bis in den Sommer hinein säen. Salatrauke mag Sonne oder Halbschatten und feuchten Gartenboden. Nach vier bis sechs Wochen könnt ihr die ersten, daumenlangen Blätter ernten. Sät regelmäßig alle drei Wochen nach, dann steht immer frischer Nachwuchs zur Verfügung.

Die Blätter schmecken nussig-aromatisch und leicht pfeffrig. Sie machen sich gut als Ergänzung in einem frischen Salat, schmecken zu Nudeln mit Tomatensoße oder als Topping auf Pizza. Große Rauke-Blätter schmecken intensiver und schärfer. Zum Würzen von Salat und anderen Speisen sind sie aber immer noch gut geeignet. Am besten ihr probiert die Blätter und dosiert sie gegebenenfalls vorsichtiger.

Übrigens: Je mehr ihr von den Blättchen erntet, desto mehr wachsen nach. Also entweder wenige Rauke-Blätter ernten oder die ganze Pflanze abschneiden. Sie treibt dann wieder neu aus. Auch wenn die Pflanzen zu blühen beginnt, ist dies einen Versuch wert. Blühender Rucola lässt sich aber auch noch verwenden – mit den hübschen Blüten könnt ihr euren Salat oder Brotaufstriche aufpeppen. Junge Blätter wachsen aber nicht mehr nach.

Schnittsalat

Auch Schnittsalat lässt sich zwischen März und August ins Freiland säen. Ich verwende erst mal meine Saatband-Reste von letztem Jahr: eine schnellwachsende Mischung aus Lollo Rosso, Lollo Bianco, Salad Bowl und Red Salad Bowl. Salat mag volle Sonne und einen feuchten, humusreichen Boden. Für die Saatbänder eine etwa ein Zentimeter tiefe Furche ziehen, die Bände hineinlegen und gut anfeuchten. Anschließend mit Erde bedecken, andrücken und noch mal kräftig wässern.

Schnittsalate bilden keine Köpfe, sondern Blattrosetten und wachsen nach dem Schnitt nach. Sind die Blätter etwa 20 Zentimeter groß, könnt ihr sie ernten. Schneidet sie mit einem Messer so ab, dass das Herz der Pflanzen erhalten bleibt und nachwachsen kann. Zwei- bis dreimal könnt ihr von den Pflanzen ernten. Regelmäßig säen, dann steht immer genügend frischer Salat zur Verfügung.

Spinat

Spinat habe ich bislang eher als Nachkultur im Herbst auf leere Beete gesät. Dieses Jahr möchte ich die gesunden Blätter als Frühgemüse säen. Spinat gedeiht am besten in kühlem Klima, wird es warm und trocken, schießt er und bildet Samen. Die Blätter sind anspruchslos, sie vertragen auch Halbschatten – im Sommer sogar besser als pralle Sonne. Spinat bevorzugt einen fruchtbaren Boden, gerne mit unter gegrabenem Kompost oder Mist, außerdem ist er durstig.

Spinat lässt sich im März einfach ins Freiland säen. Die Samen mit einem Abstand von zwei Zentimetern in eine zwei Zentimeter tiefe Furche legen. Mit Erde bedecken und feucht halten. Gießt die Pflänzchen regelmäßig und haltet die Reihen unkrautfrei. Ernten könnt ihr die Blätter nach etwa zehn Wochen. Entweder ihr zieht die ganze Pflanze aus der Erde oder ihr schneidet die Blätter zwei bis drei Zentimeter über der Erde ab. Oft treibt die Pflanzen noch mal aus. Spinat lässt sich auch jung ernten, als sogenannte Baby-Leafs. Sobald die Blätter fünf Zentimeter lang sind, schneidet ihr dann nur die äußeren Blätter ab.

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