Ein niedriges Hochbeet für Salat und Gemüse

Ein niedriges Hochbeet bietet sich an, um schlechten Gartenboden auszugleichen.Ein niedriges Hochbeet ist schnell gebaut und bietet sich an, um schlechten Gartenboden auszugleichen.

Um die Anbaufläche in unserem Hausgarten zu erweitern, habe ich mir im April ein niedriges Hochbeet gebaut. Ein solch einfaches Kastenbeet aus Holz ist leicht herzustellen und bietet Platz für Salate und Gemüsepflanzen. Wie ihr aus Douglasienbrettern und der richtigen Füllung ein dekoratives und produktives Hochbeet anfertigt, erfahrt ihr hier.

Sowohl die Höhe als auch die Größe des Hochbeets könnt ihr nach euren Vorlieben und euren Gartenbedingungen anpassen. Ich habe mich für ein zwei Quadratmeter großes und 25 Zentimeter niedriges Hochbeet entschieden.

Für ein niedriges Hochbeet braucht ihr:

Für die Längsseiten benötigt ihr vier Terrassendielen mit den Maßen 12 x 3 x 200 Zentimeter. Am besten aus Douglasie oder einer anderen heimischen, langlebigen Holzart. Für die Seitenteile vier Terrassendielen mit den Maßen 12 x 3 x 100 Zentimeter. Außerdem vier Eckpfosten (angespitzt) aus Douglasie – bei mir 4,5 x 3 x 30 Zentimeter und Schrauben, zum Beispiel für Holzterassen.

Ein niedriges Hochbeet ist einfach zu bauen.

Mein niedriges Kastenbeet ist zwei Quadratmeter groß und etwa 25 Zentimeter hoch.

Ein niedriges Hochbeet bauen – so geht’s

  • Am besten steckt ihr die Grundfläche für das Beet mit Stöcken und Schnur ab. Die Diagonalen müssen gleichlang sein. Bei mir kommt das Kastenbeet auf eine Rasenfläche. Deshalb entferne ich erst das Unkraut und steche dann mit einem Spaten den Rand und anschließend die Rasensoden ab. Die abgestochenen Grassoden drehe ich einfach um.
  • Falls nötig, die Bretter auf das richtige Maß zusägen. Bohrt dann – passend zu euren Schrauben – Löcher vor. Das verhindert, dass das Holz splittert. Sowohl in die Längsbretter je zwei Stück, etwa drei Zentimeter von der oberen Kanten und zwei Zentimeter von der seitlichen Kante entfernt. Als auch in die Seitenteile zwei Stück, jeweils zwei Zentimeter von der oberen und der seitlichen Kante entfernt. (Achtet darauf, dass die Schrauben sich später nicht gegenseitig behindern!)
  • Legt als nächstes zwei Längsteile auf die breite Seite eines Eckpfostens, sodass die angespitzte Seite übersteht und schraubt sie fest. Verfahrt auf der anderen Seite und mit den anderen Längsteilen genauso. Nun noch die Seitenteile an die Pfosten schrauben und zwar so, dass sie die Stirnseiten der Längsseiten überdecken.
  • Stellt den Rahmen auf die vorbereitete Stelle, überprüft die Position und die Winkel und füllt ihn mit eurem Substrat. Bei mir war das Gartenerde und obendrauf eine Schicht Erde gemischt mit Kompost.

Tipps und Tricks für euer Hochbeet

Höhe und Form des Kastenbeets könnt ihr genau auf eure Verwendung anpassen. In einem hohen Beet ist rückenschonendes Gärtnern möglich, die Erde wärmt sich im Frühling schneller auf und bleibt im Herbst länger warm. Außerdem bietet es tiefwurzelndem Gemüse wie Roter Bete oder Pastinaken ausreichend Platz nach unten. Für Flachwurzler wie Kopfsalat, Spinat, Radieschen oder Zwiebeln genügt eine Höhe ab 25 Zentimetern.

Die Breite des Kastens richtet sich danach, wie gut euer Beet zugänglich ist. Steht es an einer Wand oder einem Zaun sind 60 Zentimeter – eine Armlänge – optimal. Könnt ihr von zwei Seiten an eurem Beet arbeiten sind bis zu 120 Zentimeter möglich.

Bei der Länge richtet ihr euch nach eurem Garten. Soll das Beet länger als zwei Meter werden, ist es ratsam Zwischenpfosten als Verstärkung einzuplanen. Oder ihr baut gleich mehrere Kastenbeete, um die gewünschte Länge zu erhalten.

Ein niedriges Hochbeet befüllen

Meine Kastenbeete – mittlerweile habe ich drei Stück davon – befülle ich alle in der gleichen Art. Zuerst die abgestochenen Rasensoden umgedreht auf den Boden. Dann eine Schicht gute Gartenerde und ganz oben eine Mischung aus Gartenerde und eigenem Kompost. Reicht der eigene Kompost nicht aus, könnt ihr auch Kompost kaufen. Am besten in Bio-Qualität vom Kompostwerk.

Sind eure Hochbeete höher als meine, könnt ihr auf die Rasensoden auch noch eine Schicht Laub und gehächselte Äste  verteilen.

Diese Vorteile bietet euch ein niedriges Hochbeet

Da ihr euer Kastenbeet mit guter Pflanzerde und Kompost füllt, umgeht ihr schlechten Gartenboden. So lässt sich auch auf einer kleinen Fläche deutlich mehr Gemüse ernten als auf normaler Gartenerde.

Außerdem lässt sich das Gemüsebeet auf schöne Art von Rasenflächen oder Wegen trennen. Die Pflanzerde bleibt an Ort und Stelle und der Rasen wächst nicht in die Beete. Gleichzeitig bleiben Bodenbeläge wie Mulch oder Kies auf den Wegen.

Sichert euer Kastenbeet jetzt am besten noch gegen Schnecken. Ich habe ein Kupferband auf meine Dielen geklebt – mal schauen, ob es den gefräßigen Tierchen den Zugang zum Beet erschwert.
Eine andere Möglichkeit ist eine Schneckenabwehr aus Drahtgeflecht, das ihr in einem Winkel von 45 Grad umbiegt und oben an den Holzdielen befestigt. Über Kopf um eine Ecke zu kriechen, mögen die Tierchen nämlich nicht. Den gleichen Effekt bietet eine waagrechte Abschlusskante aus Holz.

Um die Saison für Salat und Gemüse zu verlängern, könnt ihr für ein niedriges Hochbeet noch einen Deckel bauen und es so als Frühbeet nutzen.

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Ein niedriges Hochbeet ist einfach zu bauen.

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4 Kommentare

  1. Hallo Martina, danke für die tollen Tipps! Mich würde noch interessieren, ob die Holzbretter direkt auf dem Boden liegen. Auf dem Bild ist unten sehe ich eine Lücke zwischen den Brettern und dem Boden. Aber wie ist das dann mit den Schnecken, kommen die dann nicht unten durch? Die Idee mit der waagerechten Abschlusskante aus Holz oben am Rahmen finde ich auch super. Was meinst du, wie breit diese Kante sein sollte? Und noch eine letzte Frage: Behandelst du die Holzbretter vorher noch mit Lasur zum Schutz vor Witterung? Herzlichen Dank & liebe Grüße, Jana

    • Hallo Jana,
      schön, dass dir meine Tipps gefallen und weiterhelfen! Bei mir stehen die Kastenbeet direkt auf der Erde. Auf dem Bild ist der Kasten noch nicht tief genug platziert. (Aber man kann ihn so besser sehen :-)) Wo die Hölzer aufliegen, könntest du zum Feuchtigkeitsschutz eine etwa zehn Zentimeter breite und tiefe Rinne ausheben und mit Kies füllen. Meine Kastenbeete habe ich nicht lasiert. Wenn du magst, kannst du ein natürliches Holzschutzöl wie Leinöl oder Bienenwachslasur verwenden. Um das Kastenbeet langlebiger zu machen, kannst du innen auch eine schützende Folie anbringen. Für die waagrechte Abschlusskante würde ich mindestens zehn Zentimeter breite Bretter verwenden. Ich wünsche dir viel Spaß beim Bauen. Viele Grüße Tina

  2. Super, herzlichen Dank für die Infos! Ich habe mir jetzt Palettenrahmen besorgt und werde diese lasieren, innen mit Folie auskleiden und auf kleinen Steinen platzieren. Oben mach ich dann noch eine Holzleiste zum Schutz und als Schneckenabwehr drauf. Habe auch überlegt, die Beete mit Rindenmulch breit zu umranden, aber das soll wohl Schnecken einen super Unterschlupf bieten.. Dann wohl lieber ein anderes Material. Vielleicht Kies oder Holzspäne. Hast du hier Erfahrungen?
    Viele Grüße und eine ertragreiche neue Saison 🙂 Jana

    • Das hört sich doch gut an. Dann wünsche ich viel Erfolg und hohe Erträge!
      Zwischen meinen Beeten wächst Rasen, der regelmäßig gemäht wird. Ich hatte mal kurz überlegt, Holzhackschnitzel zwischen die Kastenbeete zu streuen. Die Meinungen, ob das gegen Schnecken hilft, gehen aber auch auseinander. Bei Rindenmulch mag ich den Geruch nicht. Das kommt also nicht in Frage für mich.
      Letztes Jahr ging das Schneckenproblem erst im Sommer richtig los. Wie in meinem Jahresrückblick berichtet: „Was ich mir vorstellte: Erst fülle ich meine Beete mit einer Vorkultur. Danach pflanze ich die Hauptkultur und im Spätsommer folgt noch eine Nachkultur. Was die Schnecken dachten: die Vor- und Nachkultur darf sie haben, die Hauptkultur gehört uns.“ Ich bin gespannt, ob ich diese Saison erfolgreicher bin…
      Viele Grüße
      Martina

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